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Samstag, 14. Juli 2018

Kirgistan

Nach unendlich schlechter Straße in Richtung Schu und nicht viel besserer bei Merki, erreichten wir die Grenze nach Kirgistan über die M 39 in Richtung Bischkek. 
 
Übernachtungsplatz mit Baum


Bewachung gegen Wurst


Die Abfertigung war wieder extrem entspannt, Thomas musste über die Personenspur und Luda und ich über den LKW Streifen. Ich wurde von den Grenzern zur Honigmelone und Eistee eingeladen und hatte schon ein schlechtes Gewissen, da Thomas 30m entfernt in der Sonne wartete.  Aber nach gut 30 min war alles erledigt und man begrüßte uns mit den Worten:"Herzlich willkommen in Kirgisien"!!!
Also wie immer, Geld tauschen und nach der Versicherung suchen. 
Das mit der Versicherung war nicht so einfach, jedoch erklärten uns die ersten Polizisten, dass man die in Kirgisien so nicht kennt und man sich nach einem Schaden immer finanziell einigt. 
Dann weiter durch Baustellen und interessante Orte nach Bischkek, zu unserem geplanten Anlaufpunkt, das Apple Hostel. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass Luda mit 3.20 m zu hoch ist und der Innenhof eher ungeeignet für größere Fahrzeuge ist.  So verbrachten wir die erste Nacht vor dem Hostel und entschieden uns dafür, schnell ein anderes zu suchen, da wir ja das Visum für Usbekistan in der Botschaft beantragen wollten. 
Am darauffolgenden Tage fanden wir das Tunduk Hostel (I-Overlander ... nochmal Danke Dana und Frank) und waren schwer begeistert. Bei fast 40 Grad sprangen wir nach einem geglückten Einparkmanöver sofort in den hauseigenen Pool.
   
Mit dem Mofa von der Mongolei nach Ösiland.


so sieht Entspannung aus
 
 

fünf Nationen in einem Pool
beim public viewing
 
Basar
geniale Ruhezone im Hostel
das erste Mal koreanisches Essen
Nachdem wir uns ausgiebig von den kasachischen Strapazen erholt hatten, begaben wir uns zur usbekischen Botschaft und mussten feststellen, dass uns die Prozedur (online Ausfüllen, zurück versenden, Kopien, Passbilder, Termin bei der Botschaft und die Wartezeit von 8 Arbeitstage) vor dem Hintergrund der Registrierungsproblematik in Usbekistan (ohne Hotel innerhalb von 72h und dann täglich an dem jeweiligen Ort) zu aufwendig ist. Im Hochsommer hätten wir noch einmal 5-10 Grad mehr Temperatur und das war es uns ehrlich nicht wert. 
So entschieden wir in die Berge (Tian-Shan Gebirge) zu fahren, um den Son-kul und danach den Issyk-kul lake anzusehen.  

 
 

Yaks

 
 

die erste Nacht in einer Jurte
 
 
 
Der Son-kul liegt in etwa auf 3100m Höhe und das Wetter ist entsprechend kalt. Also sofort die langen Outdoor Klamotten an los geht es. Die Jurtencamps findet man um den gesamten See herum. Für ca. 1000 - 1500 som kann man dort mit Abendbrot und Frühstück unterkommen. Tolle Menschen, irre Typen und spannende Gespräche inklusive.
Der Songköl - Kirgisistans zweitgrößter See nach dem Yssykköl - ist ein alpiner Süßwassersee, der größte in Kirgisistan. Er hat eine Fläche von 278 km² und liegt in der Songköl-Niederung, zwischen den Bergketten des bis zu 3856 m hohen Songköltoo im Norden und des bis zu 4185 m hohen Moldotoo im Süden, auf einer Höhe von 3016 m. Er hat grob ovale Gestalt mit einer Längsausdehnung in NW-SO-Richtung von 29 km und einer maximalen Breite von 18 km. Die maximale Tiefe beträgt 13,2 m. Am Südostufer entwässert der Fluss Songköl den See zum Naryn. Die Wassertemperatur im Sommer beträgt 11–12 Grad Celsius. Der See gefriert in den Wintermonaten (November - Mai), wobei das Eis eine Dicke von 1,0–1,2 Meter erreicht (ok, das wusste Tante Wikipedia...).

der Service ist perfekt
 
 
 

ein Teppich aus Edelweiss
 
In der Nacht fielen die Temperaturen auf ca. 3 Grad und der Ofen arbeitete hervorragend. 
Thomas wollte seinen Schlafsack und das Zelt testen und lag neben der Jurte.....
Ja, also erkannt, -reiner Sommerschlack! Sollte es mal wieder in die Berge gehen, ist hier dringend Nachbesserung erforderlich.

Am nächsten Tag umrundeten wir den See. Hier ein paar Bilder, denn die sagen ja bekanntlich mehr als Worte.











 

Nach der Umrundung des Son-kul ging es auf ca.1600m zum issyk-kul lake, um wieder etwas Wärme zu tanken. Nach dem südamerikanischen Titicacasee ist der im Tianshan-Gebirge liegende See mit 6236 km² Fläche der zweitgrößte Gebirgssee der Erde. Er befindet sich im Gebiet Yssykköl, ist 182 km lang, 60 km breit, bis 668 m tief und liegt 1607 m über dem Meeresspiegel. Man nennt den See auch das „Herz des Tianshan“.
Der Yssykköl gefriert trotz einer Lufttemperatur von bis zu −20 °C im Winter nie. Dies liegt vermutlich daran, dass die rasche Mischung zwischen Oberflächenwasser und Tiefenwasser (mit einer Temperatur von > 4 °C) im Winter eine Auskühlung der Oberfläche bis zum Gefrierpunkt verhindert. Zudem wird die Temperatur der maximalen Dichte des Wassers aufgrund dessen Salzgehalts (ca. 6 g/kg) von 4 °C (Süßwasser) auf ≈ 2,6 °C verringert, was die Auskühlung des Wasserkörpers und somit das Zufrieren erschwert (ohhh, wie schlau-schlau :-). Rucksachwissen, Geographie 7. Klasse, weiß doch jeder...
 












Nach dem Besuch diverser Sehenswürdigkeiten erreichten wir nach drei Tagen wieder unser Hostel und Luda bekam eine Pflegeeinheit. 
Wir werden in Bischkek noch die Vorräte auffüllen und uns dann in Richtung Baikonur aufmachen. Der Aral-See sollte das nächste Etappenziel sein. 

Wir und Luda