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Dienstag, 24. September 2019

10. Lange Nacht der Zugvögel in Altjeßnitz

Die alte Frau Luda war mit den beiden "Prachtböcken" vom 20.09.2019 - 22.09.2019,
beim weltallerschönsten Fernreisemobiltreffen in Altjeßnitz. 

Homepage von Ulli und Dirk ............

Hier einige Luftaufnahmen ...vielen Dank an Mister Drohne vom OS der Sek.02/21 :-)






Es war wie immer eine super Veranstaltung und wir können nur sagen ... 
Danke für dieses tolle Wochenende. Hammer Wetter, nette Menschen, super Organisation.

Besonderen Dank an...

Conny, Martin,Laika und ERNST für die Überraschung (wir trafen uns in Astana)....sie werden im nächsten Jahr einen Vortrag halten.




Die Wolfsburger ....samt Katze (Litauen) 



die "Luftgekühlten" aus Elbe Elster :-) unsere Nachbarn !
 

die Josi aus Zwickauuuuu (schwarzes Meer)



die tollen Vorträge und Workshops


und natürlich den Chef......mach weiter so !!!



Die Sonnenbrillen haben wir nur zum Spaß ....ehrlich :-)
Wir freuen uns auf das nächste Jahr und wünschen allen Bastlern und Reisenden eine tolle Zeit. 

Der Thomas, der Sven und die alte Frau. 


Dienstag, 16. Juli 2019

Testfahrt nach Litauen

Wie im letzten Eintrag beschrieben, sollte also die erste Testfahrt gleich richtig gemacht werden und ich habe mich getraut, mit meiner Frau Dana für 2 oder 3 Wochen in Richtung Riga zu fahren. 
Ich gebe zu, mir war schon etwas mulmig. Haben wir auch alle Schrauben und Schellen richtig angezogen? Nichts vergessen und richtig abgedichtet? 
Am Ende siegte das Vertrauen in die Technik der 80`iger Jahre und es ging ab nach Polen.
Die ViaToll Box aufgeladen (polnische Maut über 3,5t) und ab in die Masuren. 
Die polnischen Plätze, auf denen wir uns aufhielten, fanden wir über die App "park4night", welche ich wärmstens empfehlen kann. Mit der App "IOverlander" kommt man in der Zivilisation nicht sehr weit. Diese ist mehr was für die Steppe oder den Rest der unzivilisierten Welt, kann ich aber wirklich für Reisen in ferne Länder nur empfehlen.  
Nun gut, die Kosten halten sich in Grenzen, man muss zwischen 15 und 20 Euro pro Nacht auf den Plätzen rechnen. Dafür hat man jedoch mittlerweile jeden Luxus der gebraucht oder eben auch nicht gebraucht wird. 




Masuren ...einfach ein Traum



Endlose Landschaften, in denen sich unzählige tolle glasklare Seen befinden, an denen man fast überall auch frei stehen kann. Wir waren schon zum dritten oder vierten Mal in den Masuren, auch im Blog gibt es die ein oder andere Testfahrt vor der Reise in diese Richtung.
Das Wetter war unbeschreiblich gut und wir vertrödelten einige Tage in dieser Region. Was hatten wir zu verlieren? Nur, dass wir dadurch das Ziel der Reise etwas aus den Augen verloren haben. Nach einer Woche mussten wir feststellen, dass wir noch nicht unbedingt weit gekommen sind und vielleicht mal mehr Kilometer machen sollten. Jedoch gelang uns das wegen der tollen Gegend nur bedingt. Wir fuhren also noch ein paar Tage später in Richtung Vilnius, um uns erst einmal diese Stadt anzuschauen. 
Litauen (Ostpreußen) ist wieder ein wenig anders als Masuren, jedoch von der Landschaft ebenfalls eine Reise wert. Sicherlich muss man sich in den Städten die Plätze mit Nasenbären teilen, jedoch entwickeln sich um Luda herum auch immer tolle Gespräche. Und andere Menschen haben auch viel gesehen und erlebt und können "abendfüllend" berichten.




Vilnius




Nach Vilnius entschieden wir uns über Kaunas zurück in Richtung polnische Ostsee zu fahren, da uns einfach die Zeit fehlte, um weiter in Richtung Riga zu fahren. Auch das Wetter pegelte sich bei knapp unter zwanzig Grad ein und jeden Tag gab es den ein oder anderen Schauer. 
Auf der Fahrt vorbei an Danzig (waren wir schon x Mal) begannen zwei der Keilriemen (Doppelriemen) etwas zu quitschen. Ich habe das Gräusch den beiden Kompressor Riemen zugeordnet, da  es sich mit dem Druckaufbau und der gleichzeitigen Belastung der Lenkhydraulik in Zusammnehang bringen ließ. Nun gut, das hat mich nicht weiter beeindruckt...dafür mach ich das Fahrerhaus nicht hoch. :-)
Weiter ging es dann an der polnischen Küste zurück in Richtung Deutschland. Von der Halbinsel Hel nach Leba in Richtung Kolberg und Rogowo nach Stettin. 






Düne Leba


Rogowo
Nach fast drei Wochen ging es dann in einem Ritt zurück nach Stahnsdorf, wie immer schön gemütlich über die Landstraßen. Die alte Frau Luda wurde wieder in der Halle abgestellt und die losen Rippenriemen am Folgetag gespannt. Das Geräusch kam übrigens von einer komplett gelösten Lichtmaschine, welche mit Sicherheit in den nächsten Hundert Kilometern abgefallen wäre. 



Naja, wer nicht richtig anziehen kann braucht eben etwas Glück. :-)
Nach kurzer Zeit war das Problem behoben und Luda steht wieder einsatzbereit in der Halle. Sobald sich das Wetter bessert, geht es wieder los, jetzt wo die Leistung wieder da ist und sie schnurrt wie ein Kätzchen, nur eine Frage von Tagen. 

Bis die Tage .............




Instandsetzung und Feiern

Sooooo...............

nachdem wir wieder im Leben angekomen sind und unserer geregelten Arbeit nachgehen, blieb die alte Frau Luda erstmal in der Halle stehen und konnte sich von den Strapazen der Reise erholen. Ehrlich gesagt, hatte ich auch kein Interesse daran, mich gleich wieder zu kümmern. Nach vielen Monaten des täglichen Zusammenseins, brauchten ich auch mal etwas Abstand vom vertrauten Motorengeräusch.
Da sich dieses während der letzten 1000 km nicht signifikant besserte , (hörte sich nach einem Ventil an) habe ich mich entschlossen, den Zylinderkopf herunter zu nehmen und den Motor mal komplett zu begutachten.

Deckel ab und der ganze Kram ....Kipphebelwelle
 
und gelösten Kopfschrauben
Soweit sah die Sache ganz gut aus, obwohl der Jürgen (Motoraltmeister) schon ein hängendes Ventil entdeckt hatte. Also weiter im Takt....


Kipphebelwelle und Stößelstangen o.a. Stoßstangen ...alles soweit o.k.


am Brennbild kann der Fachmann schon was erkennen :-)...ich nicht

von den Kanten und dem Bild der Kolben her auch bisher noch alles gut
Einspritzdüsen auch o.k. sind ja fast neu :-)

Kopf clean

aber dann kam es, zwei Ventile waren nur mit einem Hammer aus den Führungen zu bekommen



von Dichtheit und Kompression war nix mehr übrig
Die Entscheidung war einfach, Kurbelgehäuse ab und nach der Nockenwelle und Kurbelwelle, sowie nach den Pleullagern schauen.

Ölwanne

keine Kurbel drann an der Welle ? :-)

der Jürgen sagt....alles gut
der Jürgen (Latzhose) und der Industriemeiser Günter (Schlagschrauber)
Also neue Kopfdichtung mit Dichtungssatz besorgt und den Kopf zur Firma Kühnapfel nach Stahnsdorf gebracht, um diesen komplett erneuern zu lassen. Also, alle alten Ventile weg und neue rein, Ventilführungen machen, einschleifen und so weiter. Nach zwei Wochen........

Tadaaaaaaaaaaa...komplett neu

Zwischendurch hatten wir den Termin zum Berichtsabend und alle hatten viel Spaß bei unsererm zweistündigen Vortrag.


Noch einmal vielen Dank für die Unterstützung aller Beteiligten, sowie den Geschenken und den Glückwünschen. Wir hoffen es hat euch gefallen. Wir denken, dass ein Ende nach 02.00 Uhr ein gutes Zeichen ist. :-)
Nun war es Zeit, sich dem Zusammenbau zu widmen. Der Jürgen konnte es kaum erwarten herauszufinden, ob seine Vermutung mit den Ventilen richtig war.
Naja, ich denke er war sich schon ziemlich sicher. 

der Thomas mit dem Stapler setzt den Kopf auf

Kipphebel drauf, neue vielzahn Dehnungsschrauben rein

Leitungen ran.....Ventile einstellen

Deckel drauf....

o.k. wenn man schon dabei ist, gleich noch eine neue Wasserpumpe

Fertig
Nachdem wir sicher waren, dass nach dem Ventile einstellen nichts klemmt oder hakt, wurde nach dem Auffüllen der Betriebsstoffe der kleine schwarze Knopf über dem Ventildeckel gedrückt. Nach kurzer Entlüftung fing die alte Frau an zu husten und war der Meinung, wieder ins Leben zurück zu kehren. "ich glaub sie läuft, ich werd verrückt ....ich glaub sie läuft, wer sagt denn.... das Marmelade keine Kraft gibt" !!!! Naaa erkannt ????




Nach einigen Gläsern aus Günters Bierquelle wurden dann nochmal die Ventile eingestellt .............
Auslass ...drehen....Einlass drehen....Einlass drehen.... Auslass....drehen  das x 12 und wir hatten es geschafft.
Nun konnte ich mich wieder dem Aufbau widmen und Luda für die Testfahrt vorbreiten, ich hatte ja seit der Rückkehr nichts an der Dame gemacht. Man kann sich nicht vorstellen, wie es in den Ritzen und Ecken ausgesehen hat. Der Staub von vielen tausenden Kilometern wollte natürlich nicht so einfach verschwinden. Kleinere Reparaturen an diversen Schellen mal vergessen, hatte ich technisch nichts zu basteln, hat alles funktioniert. Und wie immer...
"never change a running system" !!!
Wie nun die Testfahrt ausgegangen ist, werde ich im nächsten Beitrag veröffentlichen. Vorweg genommen, ich bin weder um den Kirchturm oder über den Platz gefahren,
Dana und ich fuhren gleich los in Richtung Litauen. :-)  Vertrauen eben.

der Sven und die alte Frau Luda